Chronik
Aus der Chronik des Liederkranz Dotternhausen
Das Singen und der Chorgesang haben in Dotternhausen eine lange Tradition. In den “Allgemeinen Bemerkungen der Pfarr- und Ortschronik von Dotternhausen” hat der Chronist nicht nur vermerkt, dass das Dorf “im Jahre 1783 zum Marktflecken erhoben worden ist”, sondern auch folgenden, wichtigen Satz geschrieben: “Das Quellwasser ist gesund, frisch und rein und wie es anscheint, hat es auch Einfluß auf die reinen, schönen und durchdringenden Stimmen, die man bey dem Gesang dahier vernimmt.”
Es gibt verschiedene Daten, die auf die Gründung des Liederkranzes Dotternhausen verweisen. Am eindeutigsten zu interpretieren ist aber die Eintragung in der Pfarr- und Ortschronik zum Jahr 1844: “Provisor Bung hat in diesem Winter unter den ledigen Burschen einen Liederkranz gebildet, wie in benachbarten Orten bereits bestanden. Er singt auch in der Kirche, nicht ohne gute Wirkung auf die Andacht. Möchte, was man solchen Vereinen rühmt, sich bewahrheiten, die Rohheit vertreiben, die Sitten kultivieren.”
Im Jahr 1929 konnte nach großem Fleiß die heutige Vereinsfahne beschafft werden, bei deren Weihe der Liederkranz Schömberg die Patenschaft übernahm. So zeigt sich , dass sich der Chorgesang in Dotternhausen in den letzten 160 Jahren langsam und stetig entwickelt hat. Viele Rückschläge mußten verkraftet werden. Doch dadurch gab es immer wieder neue Impulse für den Verein. Der Liederkranz wurde zu einem wichtigen Kulturträger in der Dorfgemeinschaft. Beide Weltkriege machten dem Verein schwer zu schaffen. Viele junge Sänger sind nicht mehr in ihren Heimatort zurückgekehrt. Aber schon im Jahre 1950 begannen einige mutigen Sänger, den Liederkranz wieder mit neuem Leben zu erfüllen. Vor allem waren es Oberlehrer und Chorleiter Karl Federolf und Vorstand Ernst Kübler , die sich um den Wiederaufbau des Vereins verdient gemacht haben, so dass sich der Liederkranz wieder zu einem leistungsfähigen Chor entwickeln konnte.
In der Folgezeit trat ein “Mangel an Tenören” auf. Deshalb mußte im Jahr 1955 der bisherige Männerchor in einen “Gemischten Chor” umgewandelt werden. Der erste Auftritt des neuen “Gemischten Chors” war die Festhalleneinweihung (1955) wo 78 Aktive mit Orchesterbegleitung den Wagner`schen Chor “Einzug der Gäste auf der Wartburg” unter der Leitung von Karl Federolf zum Vortrag brachten. Es gab zahlreiche Wertungs- und Kritiksingen, die mit einer hervorragenden Benotung belohnt wurden.
Die früheren Dirigentinnen und Dirigenten waren Josef Hummel, Karlheinz Leis und Alois Waller, Frau Bauer, Frau Krüger und ab dem 12.März 2003 Herr Mathias Weibrich.
Mit ihm wurde das Musical „Titanic“ als Projektchor einstudiert. Zusammen mit der Schowtanzgruppe der Narrenzunft Dotternhausen und Orchester aus Studierenden der Musikhochschule Trossingen. Es wurde ein grandioser Erfog.
Wieder ein Dirigentenwechsel, da Herr Weibrich sich beruflich veränderte und sein neuer Wirkungskreis in Hamburg lag.
Am 1. Dezember 2004 übernahm Guido Bauer den Liederkranz Dotternhausen. Einen Dirigenten, den alle Sängerinnen und Sänger als würdigen Nachfolger akzeptierten. Auch er stellte große Anforderungen an den Chor.
„Mendelssohn im Doppel“ Als Projektchor wurde zusammen mit dem Wurmlinger Chor am 23. Oktober 2005 in Wurmlingen und dann am 4. Dezember 2005 in Dotternhausen in der Kirche aufgeführt. Herr Bauer erhielt im Januar 2007 eine Urkunde vom Schwäbischen Sängerbund, Zollernalbgau und Liederkranz Dotternhausen als Anerkennung seiner besonderen Leistungen als Chorleiter des gemischten Chores. Wortlaut wie folgte:
Er hat sich, begleitend zu seinem Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik, Trossingen, mit großem Engagement, Können und Einfühlungsvermögen um den Erhalt und die Weiterentwicklung des Chorgesangs, die innere Stabilität des Chores und seine Präsentation in der Öffentlichkeit verdient gemacht.
Zum 1. Januar 2007 übergab Herr Bauer den Chor nach zweijähriger Tätigkeit an den jungen Manuel Haupt. Der neue Dirigent Manuel Haupt zeigte sich erstaunt und erfreut über den relativ häufigen Wechsel des Dirigenten. Er bewerte dies als positives Zeichen, beweise es doch die solide Struktur eines modernen Chores. Manuel Haupt ist bis zum heutigen Tag unser Dirigent. 09.07.2010.